Der Einkauf ist der zentrale Hebel, um Circular Economy in der Lieferkette zu verankern. Häufig fehlen jedoch konkrete und prüfbare Kriterien, um zirkuläre Anforderungen in die Lieferantenbewertung und das Lieferantenengagement zu übersetzen. Komplexe Standards und eine Vielzahl an Labels erschweren eine einheitliche Einschätzung. Gleichzeitig werden Circular-Economy-Anforderungen oft losgelöst von Klimazielen und anderen Nachhaltigkeitshandlungsfeldern betrachtet. Ohne integrierte Kriterienkataloge und eine klare Bewertungssystematik bleibt Zirkularität im Einkauf punktuell statt strategisch verankert. Wer zirkuläre Anforderungen entlang der 10R-Strategien entwickelt und mit bestehenden Nachhaltigkeitszielen verzahnt, macht Circular Procurement steuerbar und wirksam.
Wir übersetzen zirkuläre Ambitionen in konkrete Kriterien für Einkauf und Lieferantenmanagement – integriert mit Klima- und weiteren Nachhaltigkeitszielen, damit aus einzelnen Maßnahmen eine konsistente Steuerung wird.
Wir analysieren gemeinsam mit den relevanten Stakeholdern und anhand Ihrer Einkaufsdaten die priorisierten Materialgruppen und identifizieren zentrale Handlungsfelder entlang der 10R-Strategien – von Reduce und Reuse bis Recycle. Darauf aufbauend entwickeln wir Kriterienkataloge mit konkreten Anforderungen sowie strukturierte Bewertungsinstrumente zur Abfrage zirkulärer Leistungsnachweise bei Lieferanten. Diese Kriterien verzahnen wir bewusst mit bestehenden Klima- und Nachhaltigkeitsanforderungen, damit Lieferantenbewertung und -engagement ein gemeinsames, konsistentes Bild ergeben statt getrennter Einzelabfragen. In Workshops validieren wir die Kriterien gemeinsam mit Einkauf, Fachabteilungen und ausgewählten Lieferanten, bevor sie in Lieferantenbewertung, Engagement-Programme und – nachrangig – auch in Ausschreibungsprozesse einfließen.
Einmal entwickelte Kriterien lassen sich auf weitere Materialgruppen und Lieferantensegmente übertragen und schaffen ein wachsendes Fundament im zirkulären Lieferantenmanagement.
Zirkuläre Einkaufskriterien zahlen – mit Klimazielen verzahnt – direkt auf Scope-3-Reduktion, Ressourcenschonung und übergeordnete Nachhaltigkeitsstrategien ein.
Strukturierte Bewertungsdaten schaffen dauerhafte Transparenz gegenüber Kunden und Regulatorik und stärken die interne Steuerung.