Der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) ist der CO2‑Grenzausgleichsmechanismus der EU und ergänzt das EU ETS, indem versteckte Emissionen in importierten Waren sichtbar und bepreist werden. Damit soll verhindert werden, dass die Produktion in Länder mit niedrigeren Klimastandards verlagert wird und europäische Produktionsstandorte Wettbewerbsnachteile erleiden. Die zentrale Herausforderung für Unternehmen liegt darin, für CBAM‑pflichtige Importe belastbare Emissionsdaten entlang komplexer, oft globaler Lieferketten zu erheben. Wirtschaftlich vorteilhafte Primärdaten von ausländischen Produktionsstandorten sind jedoch häufig nur mit erheblichem Aufwand zu beschaffen und müssen vor der CBAM-Berichterstattung verifiziert werden. Gleichzeitig müssen die Kosten durch den Erwerb von CBAM‑Zertifikaten aktiv gesteuert und in die Preisgestaltung sowie Planung integriert werden. Unternehmen stehen damit vor der Aufgabe, neue Prozesse, Schnittstellen und Verantwortlichkeiten für ein rechtssicheres und wirtschaftlich sinnvolles CBAM‑Management aufzubauen.
Wir schaffen klare Prozesse, verlässliche Datenstrukturen und praxisnahe Szenarioanalysen, um CBAM rechtssicher und wirtschaftlich vorteilhaft umzusetzen.
Wir unterstützen Sie bei allen grundlegenden Schritten zur CBAM-Compliance – von der Beantragung des Status als CBAM-Anmelder über den Zugang zum CBAM-Register bis hin zur Erstellung der jährlichen CBAM-Erklärung. Gemeinsam definieren wir Rollen, Verantwortlichkeiten und Abläufe, damit alle regulatorischen Vorgaben systematisch erfüllt und Fristen sicher eingehalten werden. So entsteht ein stabiles Fundament, auf dem weitere strategische CBAM-Aktivitäten aufbauen können.
Im Mittelpunkt steht der Aufbau einer soliden Datenbasis, die alle für CBAM relevanten Informationen zusammenführt. Standardmäßig können Default Values genutzt werden, wirtschaftlich vorteilhafter sind jedoch Primärdaten der ausländischen Produktionsstandorte, die von einer Prüfstelle verifiziert werden müssen. Erforderlich sind insbesondere Einkaufs-, Zoll- und Emissionsdaten, die für CBAM konsistent in einem Bericht integriert werden. Wir konzipieren dafür passende Daten- und Prozessstrukturen, sorgen für klare Schnittstellen und schaffen damit die Grundlage für belastbare, prüfsichere CBAM-Berichte.
CBAM verursacht neue, teilweise volatile Kosten, die gezielt gesteuert werden müssen. Wie verknüpfen Emissions-, Mengen- und Preisinformationen zu aussagekräftigen Kosten- und Szenariomodellen. Damit lassen sich Auswirkungen unterschiedlicher Importstrukturen, Lieferantenwechsel oder Dekarbonisierungsmaßnahmen quantifizieren. Unternehmen gewinnen Klarheit über Budgetbedarfe, Margeneffekte und notwendige Preisanpassungen und können Beschaffung, Vertrieb und Finanzplanung frühzeitig astimmen und Risiken aktiv managen.
CBAM betrachten wir nicht isoliert betrachtet, sondern eingebettet in Ihre übergeordnete Klima- und Beschaffungsstrategie. Wir identifizieren strategische Hebel zur Emissionsreduktion in der Lieferkette, zur Auswahl geeigneter Lieferanten und zur Ausgestaltung langfristiger Partnerschaften. Dabei nutzen wir Synergien mit bestehenden Initiativen wie Science Based Targets (SBTi). Das Ergebnis ist ein integriertes Dekarbonisierungs- und Beschaffungsmodell, das regulatorische Anforderungen erfüllt und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit stärkt.
Ein professionell aufgesetztes CBAM-Management macht künftige CO₂-Kosten planbar und verzahnt Klimastrategie mit Beschaffung und Produktion – so wird CBAM vom Pflichtprogramm zum strategischen Steuerungsinstrument.
Einmal etablierte Strukturen für Emissions-, Einkaufs- und Zolldaten zahlen dauerhaft auf Effizienz und Transparenz ein – und lassen sich für weitere Regulierungen wie CSRD-Reporting und Scope-3-Analysen mitnutzen.
Die strukturierte Auseinandersetzung mit CBAM-Anforderungen stärkt die Lieferantenbeziehungen, senkt Emissionen und schafft eine robustere, zukunftsfähige Wertschöpfung.